2010 war ein ebenso erfolgreiches wie ereignisreiches
Jahr für Fresenius Medical Care.
Wir haben zum Wohl
unserer Patienten neue
Partnerschaften geschlossen, unser
Geschäft mit
Produkten und Dienstleistungen
weiter
vorangebracht und die Weichen für unseren
weiteren Erfolg gestellt.
RÜCKBLICK
USA
Dr. Ben Lipps mehrfach ausgezeichnetGleich zweimal wird Dr. Ben J. Lipps, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, im Jahr 2010 für seine Leistungen als Unternehmer ausgezeichnet. Die „University Kidney Research Organization“ (UKRO), ein gemeinnütziger Verein, der die medizinische Forschung zu Prävention und Behandlung von Nierenerkrankungen fördert, verleiht Dr. Lipps einen Preis für dessen „außergewöhnliche Leistungen zum Wohl von Nierenpatienten im Bereich Wirtschaft und Industrie“. Zum zweiten Mal in Folge wird Dr. Lipps außerdem zum „Strategen des Jahres“ gekürt; die Strategieberatung Bain & Company, die WHU Otto Beisheim School of Management und die Tageszeitung „Financial Times Deutschland“ verleihen diesen Titel an Vorstandsvorsitzende, die ihren Unternehmen eine klare strategische Ausrichtung geben und damit Umsatz, Beschäftigung, Profitabilität und Kapitalmarktleistung überdurchschnittlich steigern konnten.
USA
Eine neue Gerätegeneration für neue AnforderungenPünktlich zur wichtigsten Branchenkonferenz, der ASN Renal Week, und rechtzeitig zum Start des neuen Vergütungssystems für die Dialyse in den USA führt Fresenius Medical Care im November die 2008T ein – seine neueste Serie von Hämodialysegeräten für den nordamerikanischen Markt. Die 2008T ist das erste zugelassene Therapiesystem in den USA, das sowohl mit moderner Dialysetechnologie als auch mit einer innovativen Software für klinische Behandlungsdaten ausgestattet ist. Ärzte und Klinikpersonal können so die Daten zur Messung der Behandlungsqualität einfach und schnell direkt an der Liege des Patienten erfassen. Das Gerät soll nicht nur die Arbeitsabläufe im Klinikalltag vereinfachen und das klinische Daten- und Qualitätsmanagement weiter verbessern, sondern Ärzte und Klinikbetreiber in den USA auch dabei unterstützen, die Anforderungen an die Dokumentation des Behandlungserfolgs zu erfüllen, die das neue Pauschalvergütungssystem vorsieht.
GROSSBRITANNIEN
Kapitalmarkt trifft DialyseunternehmenZum „Capital Markets Day“ lädt Fresenius Medical Care im September Analysten und Investoren in die Nähe von London ein. Vorstandsmitglieder und Führungskräfte geben Einblicke in die aktuelle Geschäftsentwicklung, stellen neue Produkte und Verfahren vor und erläutern die momentane Situation auf den weltweiten Märkten sowie die Ziele für die kommenden Geschäftsjahre. Das besondere Interesse der Finanzmarktexperten gilt der Frage, wie die Einführung des neuen Pauschalvergütungssystems in den USA aus Sicht des Unternehmens zu bewerten ist. Das Expertentreffen kann live im Internet mitverfolgt werden. Der Capital Markets Day soll Analysten und Investoren ein möglichst umfassendes und transparentes Bild von Fresenius Medical Care vermitteln. Dazu gehört bei der diesjährigen Veranstaltung auch, dass die Besucher die Dialysemaschinen der neuesten Generation in einer Ausstellung besichtigen können.
ARGENTINIEN
In der Dialyseklinik fürs Leben lernenFresenius Medial Care Argentinien gratuliert seinen Patienten zu ihrem Schulabschluss. Die stolzen Absolventen sind die ersten Teilnehmer eines Projekts, das das Unternehmen gemeinsam mit dem Bildungsministerium der Provinz Buenos Aires gestartet hat: An vier Dialysezentren von Fresenius Medical Care werden rund 80 erwachsene Patienten während der Behandlung von staatlichen Lehrern unterrichtet und erhalten so die Chance, ihren Primärschulabschluss nachzuholen, den man in Argentinien nach sieben Schuljahren erhält. Rund 35% der Patienten von Fresenius Medical Care in Argentinien haben keinen Schulabschluss. Der niedrige Bildungsstand erschwert es ihnen, auf dem ohnehin angespannten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden, und verstärkt typische Schwierigkeiten im Leben mit der Dialyse, allen voran das disziplinierte Einhalten des Behandlungsplans und die Einnahme von Medikamenten.
USA
Auszeichnung für ein Vierteljahrhundert als DialysepatientFresenius Medical Care schließt im November eine neue Partnerschaft mit der Amerikanischen Gesellschaft für Nierenpatienten (AAKP), einer Vereinigung, die sich seit über 40 Jahren für die Verbesserung der Lebensqualität von Nierenkranken engagiert. Gemeinsam mit der AAKP wird Fresenius Medical Care künftig eine besondere Auszeichnung an Patienten verleihen, die seit 25 Jahren oder länger in einer Dialysebehandlung sind. Die Preisträger sollen für ihren Lebensmut, ihren gesunden Lebenswandel und ihre Disziplin bei der Einhaltung ihres Behandlungsplans geehrt werden, die sie letztlich auch zum Vorbild für andere Patienten machen.
USA
Anerkennung für KrisenmanagementDie Internationale Gesellschaft der Krisenmanager (IAEM) zeichnet Fresenius Medical Care North America für sein integriertes Krisenmanagement aus. Die professionelle Art und Weise, in der das Unternehmen auf Krisen wie das schwere Erdbeben in Haiti, die H1N1-Pandemie oder zuvor die Wirbelstürme an der US-Küste reagierte, bewerten die Notfall-Experten der IAEM als beispielhaft für die gesamte Industrie.
ASIEN-PAZIFIK
Kliniknetz erweitertFresenius Medical Care übernimmt im Mai den zweitgrößten Dialysedienstleister im asiatisch-pazifischen Raum, Asia Renal Care, und stärkt damit seine Position als Marktführer bei Dialysedienstleistungen in der Region. In den etwa 80 Kliniken von Asia Renal Care werden circa 5.300 Patienten behandelt. In Asien-Pazifik sind rund 750.000 Patienten dauerhaft auf eine lebenserhaltende Dialysebehandlung angewiesen. Für die kommenden Jahre rechnet Fresenius Medical Care mit einem starken Marktwachstum in der Region. Die Zahl der Dialysepatienten soll dort innerhalb der nächsten fünf Jahre auf über eine Million steigen.
SCHWEIZ
Gemeinschaftsunternehmen für Medikamente gegründetIm Dezember gründet Fresenius Medical Care mit der Schweizer Galenica-Gruppe ein gemeinsames Unternehmen: Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., so dessen Name, soll innovative Medikamente für Nierenpatienten entwickeln und vertreiben. Dazu gehören Medikamente zur Behandlung von Blutarmut und zur Regulierung des Knochenstoffwechsels, und zwar sowohl für Dialysepatienten als auch für Menschen mit Vorstufen des chronischen Nierenversagens, die noch keine Dialysebehandlung benötigen. Fresenius Medical Care wird zu 45% an dem neuen Unternehmen beteiligt sein.
HAITI UND CHILE
Hilfe für ErdbebenopferZwei verheerende Erdbeben in Chile und in Haiti überschatten das Jahr 2010. In beiden Ländern leistet Fresenius Medical Care schnelle Hilfe bei der Versorgung von Dialysepatienten: Das Unternehmen spendet auf der Karibikinsel Haiti im Januar rund zwölf Tonnen Dialysematerialien, unter anderem an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. In Chile können die Mitarbeiter des Krisenmanagement-Teams von Fresenius Medical Care innerhalb von 48 Stunden nach der Katastrophe Ende Februar fast alle eigenen Kliniken wieder in Betrieb nehmen und die Versorgung der Patienten der einzigen nicht mehr betriebsfähigen Klinik organisieren. In enger Zusammenarbeit mit dem chilenischen Gesundheitsministerium schafft das Unternehmen außerdem Kapazitäten, um bis zu 400 zusätzliche Patienten aus Gebieten zu behandeln, die vom Erdbeben betroffen sind.
ÖSTERREICH
Neue Forschungsabteilung in KremsIm September eröffnet Fresenius Medical Care im österreichischen Krems eine neue Abteilung für die Forschung und Entwicklung rund um die Adsorber-Technologien. Seit 2003 stellt Fresenius Medical Care in Krems Produkte für verschiedene Adsorber-Therapien her – zum Beispiel für das Prometheus-System zur Entgiftung von Patienten mit Leberversagen oder für Verfahren, die bei schweren Autoimmunerkrankungen Antikörper aus der Blutbahn entfernen. Fresenius Medical Care rückt mit der neuen Abteilung noch näher an die Donau-Universität Krems, deren Forschung an extrakorporalen, also außerhalb des Körpers durchgeführten, blutreinigenden Verfahren mit Adsorbern das Unternehmen seit fast 20 Jahren fördert. Die langjährige Partnerschaft mit dem Spezialisten-Team der Universität ist letztlich auch einer der Gründe für die Entscheidung gewesen, in den Standort Krems weiter zu investieren.
AUSTRALIEN
Dialyse mit SolarstromIn Australien entsteht mit Unterstützung von Fresenius Medical Care die – nach eigener Kenntnis – erste Dialyseeinheit der Welt, die mit Solarstrom betrieben wird. Ein Geschäftspartner, der nephrologische Leiter eines australischen Gesundheitsdienstleisters, errichtet die Solaranlage mit Fördermitteln von Fresenius Medical Care auf dem Dach seines Dialysezentrums und kann so selbst in den vergleichsweise sonnenarmen Wintermonaten des Jahres 2010 mehr als 90% seines Energiebedarfs für Dialysegeräte und Wasseraufbereitung decken. Im Jahresdurchschnitt erzeugt die Solaranlage sogar mehr Strom, als die Dialyseeinheit für den Betrieb der Dialysemaschinen und die Wasserbehandlung verbraucht. Die gewonnene Energie wird in das lokale Elektrizitätsnetz eingespeist und mit den Gesamtstromkosten verrechnet. Das Gemeinschaftsprojekt stößt auch in der Fachwelt auf Interesse, zum Beispiel auf der bedeutendsten Branchenkonferenz in den USA, der ASN Renal Week.
RUSSLAND
Bundespräsident Wulff zu Gast bei Fresenius Medical CareAuf seiner ersten großen Auslandsreise nach der Wahl zum Bundespräsidenten besucht Christian Wulff im Oktober auch ein Dialysezentrum von Fresenius Medical Care im russischen Uljanowsk, 700 Kilometer östlich von Moskau. In Begleitung einer 50-köpfigen Delegation aus Wirtschaftsvertretern, Politikern und Journalisten nimmt er sich viel Zeit für einen Rundgang und informiert sich über die Möglichkeiten der Dialyse. Nach Gesprächen mit Ärzten, Pflegepersonal und Patienten zeigt er sich beeindruckt vom hohen Standard der Behandlung und den technologischen Innovationen. Die Klinik in Uljanowsk mit über 300 Patienten ist eine von zehn Dialysezentren, die Fresenius Medical Care inzwischen in Russland betreibt.