Zusammen
wachsen

Zusammen
wachsen

Entscheidend für den Erfolg von Fresenius Medical Care
sind die Qualifikation und die Leistung unserer
Mitarbeiter. Um Führungskräfte mit herausragenden
Fähigkeiten innerhalb des Unternehmens zu
identifizieren und ihre fachliche und persönliche Kompetenz
weiterzuentwickeln, haben wir 2012 die Global
Executive Challenge ins Leben gerufen. Durch die gezielte
Förderung unserer Talente wollen wir unsere Zukunft
als Marktführer sichern.

Borries von Mueller
„Wir brauchen Führungskräfte, die als Vorbilder für die Mitarbeiter agieren, die unser Verständnis vom gemeinsamen, innovativen und erfolgreichen Wachstum verinnerlicht haben und weitertragen.“

Zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen

Den richtigen Standort für eine neue Produktionsstätte zu finden ist eine schwierige Aufgabe für jedes Unternehmen – das gilt auch für Fresenius Medical Care. Unzählige Faktoren müssen berücksichtigt werden, bevor eine Entscheidung gefällt werden kann. Das kostet vor allem Zeit. Könnte man also ein Verfahren entwickeln, das den Entscheidungsprozess automatisiert und damit beschleunigt? Das war eine der Aufgaben, die den Teilnehmern der ersten Global Executive Challenge gestellt wurden. Ausgewählt für das Pilotprojekt 2012 waren talentierte Führungskräfte aller Ebenen des Geschäftsbereichs Global Manufacturing Operations. Gemeinsam mit internen und externen Dozenten erarbeitete eine der Teilnehmergruppen ein solches Verfahren. Das Ergebnis präsentierte sie einem Gremium bestehend aus Top-Managern und Vorstandsmitgliedern des Unternehmens. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt wird die Global Executive Challenge zukünftig jährlich stattfinden.

Entwickelt haben die Global Executive Challenge Jim Freedman, Leiter des Bereichs Führungskräfteentwicklung bei Fresenius Medical Care, und Borries von Mueller, weltweit verantwortlich für Personal. „Wir brauchen Führungskräfte, die als Vorbilder für Mitarbeiter agieren – die unser Verständnis vom gemeinsamen, innovativen und erfolgreichen Wachstum verinnerlichen und weitertragen“, sagt von Mueller. Es waren Menschen, die über eben diese Fähigkeiten verfügen, die Fresenius Medical Care an die Spitze gebracht haben. Dort zu bleiben ist manchmal schwieriger als der Weg dorthin. Deshalb baut das Unternehmen auch in Zukunft auf Mitarbeiter, die in einer von Internationalität und Globalisierung geprägten Arbeitswelt, beschleunigt durch die sich rasend schnell verdichtende virtuelle Vernetzung, den Überblick behalten und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen – Menschen mit höchster Flexibilität, die innerhalb kürzester Zeit an einem anderen Ort und in einer anderen Funktion eingesetzt werden können.

Jim Freedman
„Das Programm heißt Global Executive Challenge, weil es eine Herausforderung an die Teilnehmer sein soll, ihre dort erworbenen Kenntnisse auch im Arbeitsalltag anzuwenden und so ihre Fähigkeiten als Führungskraft zu stärken.“

Eine gemeinsame Führungskultur etablieren

Der wirksamste Weg für ein Unternehmen, Führungskräfte mit diesen Eigenschaften einsetzen zu können, ist, entsprechende Talente aus den eigenen Reihen zu fördern. Genau das leistet die Global Executive Challenge. Jedes Jahr werden 15 bis 20 ausgewählte Kandidaten zu dem Programm eingeladen. Es besteht aus drei Workshops, zu denen die Teilnehmer jeweils eine Woche lang an drei verschiedenen Standorten zusammenkommen. Aufgeteilt in Gruppen, die von externen und internen Dozenten moderiert werden, erarbeiten sie Lösungen für reale Problemstellungen im Konzern und präsentieren diese anschließend. Jede Gruppe wird von einem Mentor aus der Unternehmensleitung unterstützt. Vor allem der konstruktive Grundgedanke des Programms hat die Teilnehmer des Pilotprojekts überzeugt, wie Gerhard Breith, Werksleiter Changshu (China), bestätigt: „Die Atmosphäre war unglaublich intensiv, von Ehrgeiz, aber auch von gegenseitigem Respekt geprägt. Vor allem die Offenheit der Teilnehmer und der Dozenten für verschiedene Ansätze und die daraus entstandenen kreativen Lösungen haben mich begeistert.“

Andere Unternehmen integrieren bei der Entwicklung ihrer Führungskräfte häufig Programme externer Anbieter und passen sie dann an die eigenen Bedürfnisse an. Fresenius Medical Care bevorzugt einen anderen Weg: Die Global Executive Challenge wurde komplett intern konzipiert. „Während die anderen sich einen fertigen Anzug kaufen und danach zurechtzupfen, bis er passt, schneidern wir uns den Anzug selbst, genau wie wir ihn haben wollen“, erläutert Freedman. „Mit der Global Executive Challenge wollen wir so etwas wie eine übergreifende Führungskultur für Fresenius Medical Care etablieren.“

Diese gemeinsame Kultur soll die Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften stärken und Hürden überwinden, unabhängig davon, aus welchem Land sie kommen und was ihr Aufgabenbereich ist. Freedman nennt als Beispiel ein Orchester: Auch dort bringen Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten ihr Spezialwissen ein, um im gleichen Takt gemeinsam mit den anderen Spezialisten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Und jeder weiß automatisch, was dafür zu tun ist.

Impulse von außen durch
externe Dozenten setzen

Um innerhalb der Seminare die Spannung aufrechtzuerhalten, bieten externe Dozenten die nötigen Impulse von außen. Sie werden ebenso sorgfältig ausgewählt wie die Teilnehmer. „Wir suchen nicht nach Theoretikern, sondern nach Leuten, die uns mögliche Verfahrensweisen in der Praxis aufzeigen. So können wir erkennen, was wir richtig machen und was wir noch erreichen können“, sagt Freedman.

Heike Strobel
„Unsere Workshops
haben die Welt ein bisschen
kleiner gemacht. In meiner
täglichen Arbeit kann
ich jetzt auf ein erweitertes
internationales Netzwerk
zurückgreifen.“
Troy McGhee
„Bei Entscheidungen
kommt es darauf an,
dass sie das Unternehmen
voranbringen, und oft
bedeutet das Veränderungen,
die zunächst durchaus
unbequem sein können.“
Gerhard Breith
„Gemeinsam mit
Kollegen aus aller Welt
die anspruchsvollen
Aufgaben des Programms
gemeistert zu haben – das
ist ein echter
Motivationsschub.“
Weltweites Unternehmensnetzwerk
und gemeinsame
Führungskultur stärken

Das weltweite Netzwerk weiter stärken

Vor allem aber sollen die Teilnehmer voneinander lernen und das weltweite Netzwerk von Fresenius Medical Care weiter stärken, über regionale und funktionale Grenzen hinweg. Die Zeit der gemeinsamen intensiven Arbeit in den Workshops ist ideal, um untereinander ein tiefes Vertrauen aufzubauen und ein besseres Verständnis des Leistungsvermögens der anderen Führungskräfte und des Unternehmens zu erlangen. Dabei stellen die Entwickler die Teilnehmer des Programms bewusst vor schwierige Herausforderungen: Die Gruppen setzen sich aus Führungskräften aller Bereiche des Unternehmens zusammen und müssen sich mit fachfremden Problemstellungen auseinandersetzen – wie es auch in der Praxis vorkommen kann. „Eine chinesische Führungskraft muss beispielsweise aus dem Stand in der Lage sein, in den USA in einem fremden Geschäftszweig Verantwortung zu übernehmen“, erläutert von Mueller.

 

Erfolgreiches Pilotprojekt –
Teilnehmer an ihre Grenzen
führen

 

Besondere Herausforderungen
für Führungskräfte
schaffen

Ein überwältigender Erfolg – für Teilnehmer und Organisatoren

Nicht umsonst trägt das Programm also den Namen „Challenge“ (deutsch: Herausforderung). Ganz bewusst werden die Teilnehmer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt. Aber gerade das macht es für sie attraktiv, wie Heike Strobel, Abteilungsleiterin Controlling Global Manufacturing Operations und Teilnehmerin am Pilotprojekt, betont: „Die Möglichkeit, herausgelöst vom Alltag gemeinsam Lösungen für Probleme anderer Unternehmensbereiche zu erarbeiten, hat meinen Horizont stark erweitert. Unsere Vorschläge auch dem Vorstand zu präsentieren, hat das Programm zu einer besonderen Herausforderung gemacht, aus der wir alle viel mitgenommen haben.“ Für Troy McGhee, Produktionsleiter Nordamerika, war das Seminar eine wichtige Bestätigung für seinen Anspruch, was eine Führungskraft bei Fresenius Medical Care ausmachen soll: „Jeder von uns braucht ein klares Verständnis davon, wo wir innerhalb des Unternehmens stehen und wo wir hinmöchten. Das ist mir in den Workshops nochmal deutlicher geworden.“

 

Plattform für internationale
Zusammenarbeit aufbauen

Auch die Erwartungen der Initiatoren wurden übertroffen. „Die Ergebnisse der Gruppen hatten die Qualität der besten Beratungsfirmen und werden bereits im Unternehmen umgesetzt“, sagt von Mueller. „Das zeigt uns: Unsere Führungskräfte wollen ihre Erfahrungen einbringen, neue Herausforderungen meistern und mit anderen aus fremden Geschäftszweigen zusammenarbeiten. Bisher hat dafür nur die Plattform gefehlt.“ Die gibt es jetzt. Und nicht nur das: Auch das im Pilotprojekt der Global Executive Challenge entwickelte Verfahren, das die Suche nach neuen Produktionsstätten automatisiert und beschleunigt, wendet Fresenius Medical Care mittlerweile an.