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Unser Produktgeschäft

Unser Produktgeschäft

Mit unserer langjährigen Erfahrung und grossen technischen Kompetenz entwickeln wir unsere Produkte kontinuierlich weiter, um den Therapieerfolg bei der Dialysebehandlung ständig zu optimieren, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu minimieren und den Alltag für Dialysepatienten zu vereinfachen. Im Vordergrund der Entwicklung und Herstellung unserer Dialyseprodukte stehen dabei ihre Qualität und Sicherheit.

Produkte für die Hämodialyse

Die Hämodialyse (HD) ist die häufigste Therapieform. In Dialysezentren wird das Blut des Patienten außerhalb des Körpers in einem sogenannten Dialysator gefiltert. Dabei werden Schadstoffe und überschüssiges Wasser entzogen, Blutzellen und wichtige Proteine verbleiben dagegen im Blut. Der Blutkreislauf wird während der Behandlung von einer Dialysemaschine überwacht und gesteuert. Fresenius Medical Care bietet eine umfassende Produktpalette für die HD an, einschließlich HD-Maschinen und modulare Maschinenkomponenten, Dialysatoren, Blutschlauchsysteme, HD-Lösungen und Konzentrate, Nadeln, Wasseraufbereitungsanlagen, Datenverarbeitungs- und Analysesysteme und Dialyseliegen.

Dialysemaschinen

Die computergesteuerte Dialysemaschine übernimmt bei der Hämodialyse zentrale Aufgaben: Sie pumpt das Blut aus dem Körper über ein Blutschlauchsystem in den Dialysator. Dort nimmt eine Spülflüssigkeit die aus dem Blut gefilterten Giftstoffe und überschüssige Wassermengen auf und transportiert sie ab. Die Zufuhr der Spülflüssigkeit zum Dialysator erfolgt über einen separaten Kreislauf. Außerdem setzt das Gerät dem Blut ein Medikament zu, das die Gerinnung hemmt. Darüber hinaus ist die Maschine mit verschiedenen automatischen Überwachungs- und Steuerungsfunktionen ausgestattet, die eine sichere und effiziente Dialysebehandlung gewährleisten. Der modulare Aufbau unserer Hämodialysegeräte ermöglicht eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Behandlung, und er erleichtert die ständige Weiterentwicklung unserer Geräte und Module. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Forschung und Entwicklung“.

Mit den Dialysemaschinen der Serien 2008T, 4008S classic und 5008 ist Fresenius Medical Care mit weitem Abstand Marktführer. Im Jahr 2012 haben wir weltweit 42.350 Dialysegeräte verkauft (2011: 40.150). Damit stammt mehr als jedes zweite verkaufte System aus den Produktionsstätten von Fresenius Medical Care.

Das Therapiesystem 5008 zeichnet sich durch eine besonders intuitive Benutzerführung aus. Über einen Bildschirm mit Berührungseingabe können Pflegepersonal und Ärzte das Gerät einfach und sicher bedienen. Zudem besteht bei dieser Dialysemaschine serienmäßig die Möglichkeit zur Hämodiafiltration (HDF). Diese Therapievariante hat unter anderem den Vorteil, dass sie Blutdruck und Blutarmut besser kontrolliert und sich damit positiv auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt. Mit dem Upgrade zur 5008 Cordiax, das im Berichtsjahr auf den Markt kam, kombiniert Fresenius Medical Care bewährte Funktionen mit völlig neuen oder verbesserten Anwendungen. Beispielsweise enthält die neue 5008 Cordiax ein spezielles Überwachungssystem, das ein Verrutschen der venösen Nadel frühzeitig erkennt.

Das Gerätesystem 4008S classic bietet mit ihrer hochwertigen Grundausstattung auch bei begrenztem Budget eine sehr gute Behandlungsqualität sowie Verlässlichkeit und Sicherheit. Damit erleichtert sie noch mehr Dialysepatienten den Zugang zu einer hochwertigen Dialysebehandlung, etwa in strukturell schwächeren Regionen.

Das Dialysegerät 2008T für den nordamerikanischen Markt kombiniert modernste Behandlungstechnologie mit dem „Fresenius Clinical Data Exchange (CDX)“-System, einer Software zur Erfassung und zum Austausch klinischer Daten. Das Pflegepersonal hat damit direkt am Behandlungsplatz Zugriff auf die Dialysetherapiedaten und auf sämtliche weitere klinische Daten, die sonst in unterschiedlichen Quellen erfasst und gespeichert wurden. Damit vereinfacht dieses integrierte Therapiesystem sowohl die Arbeitsabläufe als auch die Abrechnung im Rahmen des in den USA geltenden Pauschalvergütungssystems.

Dialysatoren

Der Dialysator übernimmt wichtige Funktionen der Niere. In einem etwa 30 Zentimeter langen Kunststoffrohr fließt das Blut des Patienten durch bis zu 20.000 haarfeine Fasern. Diese besonders leistungsstarken Fasern bestehen aus Fresenius Polysulfon, einem speziellen Kunststoff, der sich durch eine besonders gute Reinigungsleistung und Blutverträglichkeit auszeichnet. Damit haben wir Pionierarbeit für die Weiterentwicklung und Produktion von Dialysatoren geleistet und neue Maßstäbe in der Dialyse gesetzt. Eine weiterentwickelte Form von Polysulfon ist die ebenfalls von Fresenius Medical Care entwickelte und produzierte Helixone-Membran.

In der Regel werden Dialysatoren als Einmal-Produkte verwendet. Fresenius Medical Care ist auch mit seinen Dialysatoren weltweit führend. Mit der FX- und der FX CorDiax-Serie sowie in Nordamerika mit der Optiflux-Serie, bieten wir ein breites Spektrum von Dialysatoren an. Damit können wir den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Therapieverfahren und den individuellen Bedürfnissen der Patienten gerecht werden. Speziell für die Besonderheiten der Dialysebehandlung bei Kindern hat Fresenius Medical Care Dialysatoren mit geringem Blutfüllvolumen entwickelt.

Im Jahr 2012 hat Fresenius Medical Care ungefähr 100 MIO (2011: 93 MIO) Dialysatoren verkauft. Damit entfällt fast die Hälfte des weltweiten Absatzvolumens dieser Produktgruppe auf Fresenius Medical Care.

Von der Membranherstellung bis hin zur Verpackung – bei Fresenius Medical Care liegt die Produktion von Dialysatoren in einer Hand. Dadurch können wir die Einhaltung hoher Qualitätsstandards sicherstellen.

Analysesysteme

Überwässerung ist ein weit verbreitetes Problem bei Dialysepatienten und ein wesentlicher Auslöser von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus kann sie die Wirksamkeit von Medikamenten verringern, die gegen Begleiterkrankungen des Nierenversagens verabreicht werden. Eine optimale Flüssigkeitsbilanz ist daher eine zentrale Herausforderung in der Behandlung von Patienten mit chronischem Nierenversagen.

Mit dem Analysesystem Body Composition Monitor von Fresenius Medical Care lässt sich der individuelle Flüssigkeitsstatus des Patienten sehr gut messen. Außerdem ist es anhand dieser Messergebnisse möglich, Zusammenhänge zwischen Überwässerung und Blutdruck beim jeweiligen Patienten besser zu verstehen und zu verfolgen.

Auch das für den nordamerikanischen Markt entwickelte Analysegerät Crit-Line misst Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt des Hämodialyse-Patienten während der Behandlung. So lassen sich Risikopatienten identifizieren, die stark überwässert, aber sonst klinisch unauffällig sind. Zusätzlich unterstützt Crit-Line die Behandlung von Blutarmut bei Nierenpatienten.

Produkte für die Peritonealdialyse

Bei der Peritonealdialyse steht als natürliches Filterorgan das Bauchfell (Peritoneum) zur Verfügung. Es hat ähnliche Eigenschaften wie die Membranen des Dialysators: Durch seine Poren kann es bestimmte Stoffe hindurchlassen und andere zurückhalten. Die Dialyse über das Peritoneum wird Bauchfell- oder Peritonealdialyse (PD) genannt. Die PD wird bei Patienten durchgeführt, die sich selbstständig zuhause oder unterwegs, beispielsweise am Arbeitsplatz, behandeln. Wir bieten PD-Systeme und Lösungen für die Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse (CAPD) und die Automatisierte Peritonealdialyse (APD) an. Beide Therapien werden von unserer Patienten-Management-Software unterstützt.

Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse

Bei der Kontinuierlichen Ambulanten Peritonealdialyse lässt der Patient drei- bis fünfmal pro Tag Dialyselösung aus einem Beutel über einen Katheter in seine Bauchhöhle einlaufen, wo sie das Peritoneum umspült. Nach vier bis fünf Stunden lässt der Patient die mit Stoffwechselprodukten angereicherte Dialyselösung in einen leeren Beutel ablaufen und ersetzt sie durch neue. Damit ist eine kontinuierliche Blutreinigung gewährleistet.

Mit stay.safe bietet Fresenius Medical Care ein sicheres System für die Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse an. Es besteht aus einem mit frischer Dialyselösung gefüllten Beutel, einem leeren Beutel für die verbrauchte Dialyselösung, einem Schlauchsystem und einem speziell von Fresenius Medical Care entwickelten Drehkopf, der DISC. Über die DISC werden alle Behandlungsschritte in einer fest vorgegebenen Reihenfolge sicher und einfach durchgeführt; Bedienungsfehler sind dadurch nahezu ausgeschlossen. Außerdem verhindert die DISC durch ein spezielles Verschlusssystem, dass Keime in den Katheter eindringen und zu einer Bauchfellentzündung führen. Alle Komponenten von stay.safe bestehen aus umweltfreundlichem Biofine, einem von Fresenius Medical Care entwickelten Kunststoff, der nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthält. Produkte aus Biofine können entweder recycelt oder umweltfreundlich entsorgt werden. Das PD-Paed-System ist eine speziell für Säuglinge und Kleinkinder bis zehn Kilogramm Körpergewicht validierte Produktkombination. Es ist sowohl für die Therapie von chronischem als auch akutem Nierenversagen geeignet und ermöglicht darüber hinaus auch eine Behandlung im Brutkasten.

Automatisierte Peritonealdialyse

Die automatisierte Peritonealdialyse (APD) wird weitestgehend in der Nacht durchgeführt. Ein spezielles Gerät, der sogenannte Cycler, übernimmt den Austausch von Dialyseflüssigkeit. Der Patient schließt sich abends an den Cycler an, der die Spüllösung dann bis zum nächsten Morgen automatisch nach kurzer Verweildauer im Bauchraum mehrfach austauscht.

Fresenius Medical Care bietet mit Cyclern wie sleep. safe oder dem Liberty Cycler speziell für den nordamerikanischen Markt moderne Systeme für die APD an. Diese sind durch eine benutzerfreundliche Software einfach und sicher zu bedienen, leicht transportierbar und sie ermöglichen dem Patienten während der nächtlichen Behandlung einen geruhsamen Schlaf. Beim Cycler übernimmt eine Hydraulikpumpe den Flüssigkeitsaustausch, die über mehrere Drucksensoren gesteuert wird. Ein Mikroprozessor überwacht den gesamten Behandlungsablauf, die Beutel werden durch Barcode-Erkennung automatisch angeschlossen. Eine integrierte Heizung erwärmt die Dialyseflüssigkeit, bevor sie in den Bauchraum geleitet wird. Mit einer speziellen Version des sleep.safe ist auch die Behandlung von Kindern möglich.

Patienten-Management-Software

In unseren Regionen bieten wir verschiedene Patienten-Management-Programme an, die sowohl CAPD als auch APD-Therapien unterstützen. Dazu gehören PatientOnLine, IQsystem, Pack-PD und FITTesse. Diese Programme helfen dem medizinischen Personal dabei, die Dialysetherapie auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abzustimmen.

Darüber hinaus produziert und vertreibt Fresenius Medical Care eine Vielzahl weiterer für die Peritonealdialyse notwendiger Produkte wie PD-Katheter, Desinfektionsflüssigkeit oder Wärmeplatten zum sicheren und komfortablen Erwärmen der PD-Flüssigkeit auf Körpertemperatur.

Produkte für weitere Heimtherapien

Die Heim-Hämodialyse (Heim-HD) ist eine Alternative zur Dialysebehandlung in einer Klinik. Bei dieser Therapieform nimmt der Patient selbst die Dialysebehandlung vor, eventuell unterstützt durch einen Partner oder geschultes Personal zu Hause. Dafür muss der Patient in einem Trainingszentrum ausgebildet werden.

Die Produkte von Fresenius Medical Care für die Heim-Hämodialyse zeichnen sich durch eine einfache Handhabung und höchste Sicherheit aus. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Patienten zu Hause über eine Datenleitung mit dem Dialysezentrum zu verbinden, um damit ein noch höheres Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Fresenius Medical Care unterstützt außerdem Heim-HD-Patienten durch umfassende, leicht verständliche Trainingsund besondere Serviceangebote.

Unsere Heim-HD-Therapiesysteme sind mit der 2008 K@home für den nordamerikanischen Markt und dem Therapiesystem 5008S mit speziellem Heim-HDPaket besonders gut auf die Anforderungen dieser Therapieform zugeschnitten. Das Paket enthält unter anderem eine Fernbedienung, einen integrierten Blutdruckmonitor und anwenderfreundliche Software.

Produkte für die Akutdialyse

Für die Behandlung des akuten Nierenversagens bei kritisch kranken Patienten wird in der klinischen Routine die kontinuierliche Nierenersatztherapie angewandt.

Fresenius Medical Care hat mit multiFiltrate ein Therapiesystem entwickelt, mit dem eine Vielzahl verschiedenster kontinuierlicher Behandlungsverfahren durchgeführt werden kann. Auch für Kinderintensivstationen stehen spezielle Therapieoptionen zur Verfügung.

Um die Blutgerinnung während der Dialysebehandlung zu verhindern, wird dem Patienten in der Regel Heparin verabreicht. Fresenius Medical Care hat mit dem mulitFiltrate Ci-Ca als erstes Unternehmen ein Gerätesystem für die kontinuierliche Nierenersatztherapie entwickelt, das Citrat als Gerinnungshemmer einsetzt. Im Gegensatz zu Heparin wird mit Citrat die Gerinnungshemmung ausschließlich im Blutkreislauf außerhalb des Körpers erzielt. Das hilft insbesondere Patienten mit akuter Blutung oder Blutungsneigung, beispielsweise durch ein Trauma oder nach Operationen.

Produkte für andere Blutreinigungsverfahren

Mit der Blutreinigung außerhalb des Körpers lässt sich nicht nur chronisches Nierenversagen behandeln, sondern auch die Leberfunktion vorübergehend unterstützen. Ebenso können damit überschüssige Blutfette oder krankheitsauslösende Antikörper entfernt werden.

Leberunterstützungstherapie

Die Leber erfüllt zahlreiche lebenswichtige Funktionen im Körper. Kann sie ihre Aufgaben aufgrund einer Erkrankung nicht ausreichend erfüllen, sammeln sich innerhalb kurzer Zeit schädliche Substanzen im Blut des Patienten. Das kann zu lebensbedrohlichen Krankheitserscheinungen führen und im Extremfall eine Lebertransplantation erforderlich machen. Um in einem solchen Fall die Zeit bis zur Transplantation zu überbrücken oder diese ganz zu vermeiden, ist eine schnelle und effektive Behandlung notwendig.

Das Prometheus-Therapiesystem von Fresenius Medical Care kombiniert eine Hämodialyse-Behandlung mit einem adsorptiven Verfahren und kann so die Leber vorübergehend entlasten.

Therapeutische Apherese

Die therapeutische Apherese ist ein medizinisches Verfahren, mit dem bestimmte krankheitsverursachende Bestandteile aus dem Blut oder Blutplasma außerhalb des Körpers entfernt werden. Sie wird vor allem bei Patienten eingesetzt, deren Krankheiten medikamentös nicht mehr erfolgreich zu therapieren sind.

Die therapeutische Entfernung von bestimmten Blutfetten (Lipoproteinen) wird als Lipidapherese bezeichnet. Mit DALI und MONET hat Fresenius Medical Care zwei effektive und schonende Therapieverfahren für die Lipidapherese entwickelt – sie dauert im Allgemeinen ein bis zwei Stunden. Bei den meisten Patienten genügt eine Behandlung pro Woche.

Die Immunapherese ist eine Therapieoption für die Entfernung von krankheitsverursachenden Antikörpern. Mit Immunosorba und Globaffin bietet Fresenius Medical Care zwei verschiedene Adsorber für die Immunapherese an. Für die Behandlung wird Plasma aus dem Blut abgetrennt und über einen der beiden Adsorber geleitet. Dieser bindet die Antikörper, sodass diese sich am Adsorber anreichern und aus dem Plasma entfernt werden.

Dialysemedikamente

Die Dialyse übernimmt zwar viele wichtige Aufgaben der Niere, kann aber nicht alle Funktionen des Organs ersetzen. Chronisch Nierenkranke müssen daher zusätzlich Medikamente einnehmen, um den Mineralhaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten und eine Blutarmut zu verhindern. Fresenius Medical Care produziert und vertreibt ausgewählte Präparate zur Behandlung chronisch Nierenkranker.

Gesunde Nieren produzieren das Hormon Erythropoietin (EPO), das die Bildung von roten Blutkörperchen anregt. Ist EPO nicht in ausreichender Menge vorhanden, kann es zu einer Blutarmut kommen. Häufige Folgen sind eine verringerte Leistungsfähigkeit und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weil für die Bildung roter Blutkörperchen außerdem Eisen erforderlich ist, wird vielen Dialysepatienten neben EPO auch ein Eisenpräparat verabreicht.

Phosphat ist ein Mineralstoff, der zum Knochenbau sowie zur Gefäß- und Muskelbildung beiträgt. Ein überhöhter Phosphatspiegel kann jedoch zu einer Arterienverkalkung führen und die Gefäßmuskulatur schädigen. Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Phosphat über die Nieren ausgeschieden. Bei chronisch Nierenkranken verbleibt es dagegen im Blut. Daher müssen Dialysepatienten Phosphatbinder einnehmen.

Bei einem zu geringen Kalziumspiegel im Blut sorgt Vitamin D dafür, dass verstärkt Kalzium aus der Nahrung aufgenommen wird. Ist dieses nicht in ausreichender Menge vorhanden, entsteht häufig ein Kalziummangel. Bei gesunden Menschen bildet die Niere Vitamin D. Durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten können Dialysepatienten Vitaminmangel entgegenwirken.

Bei der Hämodialyse darf das Blut außerhalb des Körpers nicht gerinnen. Deshalb wird ihm über die Dialysemaschine ein gerinnungshemmendes Medikament – beispielsweise Heparin oder Citrat – beigemischt.

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