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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Den wirtschaftlichen Erfolg und die führende Position im Dialysemarkt verdankt Fresenius Medical Care dem Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für deren berufliche Zukunft bieten wir ein vielseitiges Arbeitsumfeld und langfristige Perspektiven. Indem wir neue Talente gewinnen und ihre Entwicklung in unserem wachsenden internationalen Unternehmen gezielt fördern, investieren wir zugleich in unsere eigene Zukunft.

Weltweite Mitarbeiterzahl wächst weiter

Fresenius Medical Care beschäftigte zum 31. Dezember 2012 86.153 Mitarbeiter (durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte) in mehr als fünfzig Ländern. Damit ist unsere Beschäftigtenzahl erneut deutlich um 9% gegenüber dem Vorjahr oder absolut um fast 7.000 Mitarbeiter gewachsen. Diese Steigerung ist sowohl auf das fortgesetzte organische Wachstum als auch auf Akquisitionen, insbesondere im Bereich der Dialysedienstleistungen, zurückzuführen. Zum Wachstum der weltweiten Mitarbeiterzahl trugen unsere Akquisitionen im Berichtsjahr zu 5% bei. So setzte sich der Trend der Vorjahre fort: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter durchschnittlich um mehr als 8% pro Jahr gestiegen.

Zahl der Mitarbeiter
T. 2.8.2

Mitarbeiter nach Funktionsbereichen

durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte
       
  2012 2011 Veränderung Anteil
Produktion und Dienstleistung 69.963 64.757 5.206 81%
Verwaltung 13.379 11.598 1.781 15%
Vertrieb und Marketing 2.281 2.274 7 3%
Forschung und Entwicklung 530 530 - 1%

Gesamt

86.153 79.159 6.994 100%

Zum Jahresende beschäftigten wir 59% unserer Mitarbeiter in Nordamerika, 24% in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), 10% in Lateinamerika und 7% in der Region Asien-Pazifik. In der Region Nordamerika wuchs die Belegschaft im vergangenen Jahr mit einem Plus von 5.707 Mitarbeitern am stärksten, gefolgt von der Region Lateinamerika, wo sich die Beschäftigtenzahl um 526 Mitarbeiter erhöhte. Im Berichtsjahr unterstützten Akquisitionen – überwiegend zum Ausbau des Kliniknetzes – unser Wachstum; in Nordamerika ist hier insbesondere der Erwerb des Unternehmens Liberty Dialysis Holdings, Inc. hervorzuheben. Auch in den übrigen Regionen wuchs die Anzahl unserer Kliniken und damit die Belegschaft.

Der Personalaufwand bei Fresenius Medical Care lag 2012 bei 4.872 MIO US$ (2011: 4.362 MIO US$). Das entspricht 35% (2011: 35%) vom Umsatz. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter betrug 56.546 US$ (2011: 55.108 US$).

In Deutschland waren zum Ende des Berichtsjahres rund 4.300 Menschen (durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte 2011: 4.200) für Fresenius Medical Care tätig; das entspricht rund 5% der Gesamtbelegschaft und verdeutlicht unseren hohen Internationalisierungsgrad. Mit 42,2 Jahren lag das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter in Deutschland etwas über dem Vorjahreswert (40,9 Jahre). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit stieg von 11,0 Jahren 2011 auf 11,2 Jahre 2012. Die Fluktuationsrate belief sich auf 2,8% und bewegte sich damit erneut auf einem niedrigen Niveau (2011: 3,2%).

T. 2.8.3

Mitarbeiter nach Regionen und Segmenten

durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte
 
  2012 2011 Veränderung Anteil

Nordamerika

51.189 45.488 5.707 59%
Dialysedienstleistungen 42.767 37.584    
Dialyseprodukte 8.422 7.904    
         

Europa/Naher Osten/Afrika

20.687 20.300 387 24%
Dialysedienstleistungen 12.845 12.624    
Dialyseprodukte 7.842 7.676    
         

Lateinamerika

8.400 7.874 526 10%
Dialysedienstleistungen 7.170 6.740    
Dialyseprodukte 1.230 1.134    
         

Asien-Pazifik

5.682 5.310 372 7%
Dialysedienstleistungen 3.514 3.423    
Dialyseprodukte 2.168 1.887    
         

Weltweit

86.153 79.159 6.994 100%
Dialysedienstleistungen 66.296 60.371    
Dialyseprodukte 19.662 18.601    
Zentralbereiche 195 187    

Talentmanagement gestärkt

Es ist uns ein Anliegen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre individuellen Fähigkeiten optimal in das Unternehmen einbringen und auf ihren jeweiligen Laufbahnen als Fachexperten, Führungskräfte oder Projektleiter weiterentwickeln können. Lebenslanges Lernen, kontinuierliches Feedback zur eigenen Leistung und berufliche Herausforderungen, die den Eignungen der Mitarbeiter bestmöglich entsprechen – darunter auch die Chance, im Ausland zu arbeiten – sind die wichtigsten Instrumente unserer unternehmensweiten Personalentwicklung. Das bedeutet: Wir können talentierten Mitarbeitern eine klare Entwicklungsperspektive bieten und verfügen zugleich über ein effektives Nachfolgemanagement.

Neues Programm für Führungskräfte aufgelegt

Unsere Führungskräfte und Mitarbeiter mit Potenzial für Führungsaufgaben nehmen an gezielten Weiterbildungsprogrammen teil.

  • Global Executive Challenge (GEC):
    ein weltweites Programm für Mitarbeiter in Führungspositionen. Das Programm haben wir im Berichtsjahr erstmals als Pilotprojekt durchgeführt. Es wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Magazin
  • Fresenius Advanced Management Programm:
    ein unternehmensspezifisches Programm für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter in den oberen Führungsebenen. Das Programm führen wir in Kooperation mit der Harvard Business School durch.
  • MBA Programm:
    ein berufsbegleitendes Managementstudium für qualifizierte Mitarbeiter ohne wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung. Auf diese Weise bereiten wir insbesondere Naturwissenschaftler und Mediziner auf Management- und Führungsaufgaben vor. Das Programm bieten wir in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems in Österreich an, mit der wir auch in der Forschung kooperieren (siehe dazu Kapitel „Forschung und Entwicklung“).

Mitarbeiter in unseren Kliniken bedarfsgerecht fördern

Als einer der größten Arbeitgeber für medizinisches Personal weltweit messen wir der Aus- und Weiterbildung von Dialysefachkräften eine hohe Bedeutung bei und bieten eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten an. Bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildungen für Mitarbeiter in unseren Kliniken werden meist auf regionaler Ebene umgesetzt.

  • UltraCare Clinical Advancement Program (UCAP):
    eines unserer Entwicklungsprogramme in den USA, speziell für Dialysefachkräfte. In den vergangenen Jahren haben wir das Programm kontinuierlich weiterentwickelt. Das UCAP umfasst fünf aufeinander aufbauende Ausbildungsstufen und wendet sich an neue wie auch erfahrene Mitarbeiter in Kliniken sowie im Heimtherapie- und Akutdialysebereich. Das Programm unterstützt Dialyseschwestern und -pfleger beim Auf- und Ausbau ihrer Fach- und Führungskenntnisse und bereitet sie auf weitere Karriereschritte vor, etwa auf eine Position als Klinikleiter, als Pädagoge für die gesundheitliche Schulung von Patienten oder als Mentor für Klinikmitarbeiter. Im Jahr 2013 werden wir das UCAP in weiteren Kliniken in den USA einführen, mit dem Ziel es schließlich allen Dialysefachkräften in Nordamerika anbieten zu können. Im Berichtsjahr beteiligten sich mehr als 800 Dialysefachkräfte an dem Entwicklungsprogramm.
  • Mentor Connection:
    unser Mentorenprogramm in den USA, bei dem leitende Dialysefachkräfte neuen Kollegen beratend zur Seite stehen. Damit fördern wir Führungskräfte im Klinikumfeld und geben ihnen die Möglichkeit, sich schnell in ihre neue Führungsposition einzuarbeiten.

Zudem vergeben wir Auszeichnungen an Klinikleiter, die sich besonders stark für Patienten und Mitarbeiter einsetzen und deren Dialysezentren sehr gute Behandlungsergebnisse vorweisen.

E-Learning weiter ausgebaut

Ein Medium, das auch im Berichtsjahr für die Personalentwicklung von Fresenius Medical Care über alle Funktionsbereiche hinweg weiter an Bedeutung gewonnen hat, ist das E-Learning, das heißt digitale Fortbildungsangebote über das Inter- und Intranet. Ende 2012 waren bereits über 25.000 Mitarbeiter im Online Learning Center der Region EMEALA (Europa, Naher Osten, Afrika, Lateinamerika) angemeldet. Auch in den USA haben wir im Berichtsjahr unser E-Learning-Portal „Learning Management System“ zu einem Bildungsangebot mit vielfältigen Inhalten ausgebaut. Fresenius Medical Care will elektronische Lernangebote im Sinne eines integrierten Lernens („Blended Learning“) in Zukunft noch stärker in die Personalentwicklung einbinden.

Leistungsorientierte Vergütung

Fresenius Medical Care ist bestrebt, seine Mitarbeiter leistungsorientiert zu vergüten und sie am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Das Vergütungskonzept umfasst daher für die meisten Mitarbeiter fixe und variable Komponenten.

Erfolgsbeteiligung erneut gestiegen

Indem wir unsere Mitarbeiter am Unternehmensergebnis beteiligen, stärken wir ihre Identifikation mit Fresenius Medical Care. Die jährliche Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter in Deutschland richtet sich nach dem jeweiligen operativen Ergebnis (EBIT) der Fresenius-Gruppe. Im Jahr 2012 erhielt jeder berechtigte Mitarbeiter für das vorangegangene Geschäftsjahr 2.036€. Die Hälfte dieses Betrags erhält der Mitarbeiter in Form von Aktien. Die andere Hälfte wird als Baranteil ausgeschüttet.

T. 2.8.4

Erfolgsbeteiligung

           
           
  2012 2011 2010 2009 2008
Wert 2.036 2.000 1.749 1.586 1.527
Zahl der Bezugsberechtigten 3.231 3.068 2.918 2.765 2.581

Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung

Unsere Führungskräfte partizipieren über Aktienoptionspläne am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und an der Entwicklung der Aktie von Fresenius Medical Care. Im Jahr 2011 haben wir ein Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung – eine Kombination aus Aktienoptionsplan und Phantom Stock Plan – eingeführt; hierbei ist die Ausübung von Optionen unmittelbar an den Unternehmenserfolg gekoppelt. Danach erhalten die Führungskräfte des Konzerns, auf fünf Jahre verteilt, zusammengenommen bis zu 12 MIO Bezugsrechte auf Inhaber-Stammaktien bzw. Phantom Stocks. Diese können sie nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren unter der Bedingung ausüben, dass das bereinigte Ergebnis je Stammaktie (Earnings per Share, EPS) in jedem dieser vier Jahre mindestens um 8% gestiegen ist. Wird diese Hürde nur in einem oder zwei Jahren genommen, reduzieren sich die Bezugsrechte entsprechend. Wird sie gänzlich verfehlt, verfallen die Bezugsrechte vollständig. Etwa 730 Führungskräfte weltweit haben im Jahr 2012 an dem Programm teilgenommen. Weitere Informationen zur Ausgestaltung des Aktienoptionsplans und des Phantom Stock Plans finden Sie im Finanzbericht in Anmerkung 16.

Ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen

Wir wollen unseren Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld bieten, das es ihnen ermöglicht, den Beruf mit privaten und familiären Bedürfnissen zu vereinbaren. Mit unseren flexiblen Gleit- und Teilarbeitszeitmodellen sowie Betreuungszuschüssen konnten wir einen Beitrag dazu leisten.

Ergänzend zu anderen Arbeitszeitmodellen haben wir in Deutschland Langzeitkonten eingeführt: Neben tariflichen Leistungen können die Mitarbeiter eigene Beiträge wie Urlaubsanspruch oder Gehaltsanteile in diese persönlichen Zeitwertkonten einbringen und das Guthaben später beispielsweise für ihre berufliche Weiterbildung oder für einen flexiblen Übergang in den Ruhestand nutzen. Mit diesem Angebot wollen wir unseren Mitarbeitern eine attraktive langfristige Perspektive im Unternehmen bieten und dadurch möglichst lange von ihrer Erfahrung profitieren.

Darüber hinaus bieten wir an verschiedenen Unternehmensstandorten betriebliche Sportkurse sowie Informationsangebote und Veranstaltungen rund um das Thema Gesundheit an. Zu den Angeboten am Standort Bad Homburg gehören beispielsweise die „aktive Mittagspause“, ein Kurs mit leichten Fitness- und Yogaübungen ebenso wie der jährlich stattfindende Gesundheitstag mit Vorträgen und Gesundheitschecks und die Aktion „Gesunder Rücken“, mit der wir unseren Mitarbeitern ein individuelles Rückenfitness-Training anbieten. Darüber hinaus bieten wir vertrauliche Beratungsgespräche und weitere Unterstützung an, in den USA beispielsweise gemeinsam mit einem externen Partner.

Tage der offenen Tür in unseren Werken und Kliniken, Mitarbeiterfeste oder gemeinsame Projekte wie Spendenaktionen stärken die Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen und seinen Werten.

Vielfalt im Unternehmen fördern (Diversity)

Als globales Unternehmen schätzen wir die Vielfalt, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form persönlicher Stärken, Eigenschaften, Interessen und Ideen mitbringen. Auch in Zukunft wollen wir diese Vielfalt bei Fresenius Medical Care fördern und nutzen. Ein wichtiges Thema dabei ist der Anteil von Frauen und Männern im gesamten Unternehmen sowie in Führungspositionen. Im Jahr 2012 waren 70% der Angestellten Frauen.

Auch in den oberen Führungspositionen weist Fresenius Medical Care mit 31% (2011: 30%) einen hohen Frauenanteil auf. Für uns steht die Qualifikation der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Das Geschlecht ist für die Personalauswahl nicht entscheidend. Deswegen setzen wir auch weiterhin keine starren Quoten als Zielgrößen ein.

T. 2.8.5

Anteil der Frauen und Männer im Unternehmen

 
  2012 2011
Quelle: Unternehmensangaben, Basis Mitarbeiterzahl „Headcount"
Mitarbeiter gesamt    
männlich 30 31
weiblich 70 69
Mitarbeiter in oberen Führungspositionen
männlich 69 70
weiblich 31 30

Ausbildung junger Menschen

In Deutschland investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens auch insofern, dass wir junge Menschen ausbilden. Da wir im Verbund mit dem Fresenius-Konzern ausbilden, können wir jungen Frauen und Männern vielseitige Perspektiven in den verschiedensten Ausbildungsberufen bieten – vom Elektroniker für Geräte und Systeme über den Fachinformatiker, Chemie- und Biologielaboranten bis hin zum Industriekaufmann und Industriemechaniker. Im Berichtsjahr konnten wir in Schweinfurt zusätzlich Ausbildungsmöglichkeiten für Systeminformatiker, technische Produktdesigner und Fachkräfte für Lagerlogistik anbieten.

Im Berichtsjahr beschäftigten wir gemeinsam mit dem Fresenius-Konzern mehr als 2.300 Auszubildende. An allen Ausbildungsstandorten in Deutschland hat sich die Anzahl der Ausbildungsplätze noch einmal um mehr als 20% erhöht. Darüber hinaus waren im vergangenen Jahr mehr als 70 Studenten in den dualen Studiengängen eingeschrieben, die wir im Verbund mit Fresenius und mehreren Hochschulen anbieten, etwa Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Gesundheitsmanagement oder Internationale Betriebswirtschaft. Im Sommer 2012 haben wir erstmals Ausbildungsplätze im dualen Studiengang „Accounting und Controlling“ angeboten, um junge Nachwuchskräfte für die Bereiche Konsolidierung oder Controlling zu gewinnen. Das Angebot an dualen Studiengängen werden wir kontinuierlich ausbauen und reagieren damit auf den wachsenden internen Bedarf.

Attraktive Einstiegsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen bieten unser Trainee-Programm sowie das Graduate Development Program (auf Deutsch etwa „Entwicklungsprogramm für Absolventen“): Das 18-monatige Trainee-Programm schult Berufseinsteiger im Rahmen mehrmonatiger Praxisstationen – eine davon im Ausland – und durch begleitende Seminare für eine Tätigkeit in einer bestimmten Fachrichtung, etwa im Controlling. Das Graduate Development Program ermöglicht qualifizierten Kandidaten, über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten in eine bestimmte Zielfunktion der Fach-, Projektoder Führungslaufbahn hineinzuwachsen. Neben einer intensiven, durch einen Mentor begleiteten Einarbeitung bauen sich die Berufseinsteiger ein Netzwerk innerhalb des Unternehmens auf und übernehmen zunehmend Verantwortung. Ergänzt wird das Programm durch ein individuell zugeschnittenes Weiterbildungsprogramm inklusive Fach- und Kommunikationstrainings sowie Auslandsaufenthalte.

Hinzu kommen Initiativen wie ein jährliches Unternehmensplanspiel, bei dem Auszubildende aller Fachrichtungen, Jahrgänge und Standorte in die Rolle von Unternehmern schlüpfen. Dadurch erwerben die jungen Menschen über die fachliche Ausbildung hinaus auch soziale Kompetenzen, die im Berufsleben wichtig sind, wie Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Im Berichtsjahr wurden erneut Auszubildende von Fresenius Medical Care für ihre herausragenden Leistungen mit Kammerpreisen ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren konnten wir alle Auszubildenden und dual Studierenden, die einen guten Abschluss erzielten und im Unternehmen verbleiben wollten, übernehmen.

Durch unser Engagement in und mit Schulen wollen wir auch weiterhin das Interesse junger Menschen an einem Berufseinstieg bei Fresenius Medical Care wecken; hierfür bieten wir Informationstage, Betriebserkundungen, Praktika und Bewerbungstrainings an. Beispielsweise haben wir uns im September 2012 an der „Nacht der Ausbildung“ in Bad Homburg, dem Sitz unserer Konzernzentrale, beteiligt. Unter dem Motto „Ausbildung interaktiv“ waren neben Fresenius Medical Care noch 19 weitere Ausbildungsbetriebe an der Veranstaltung beteiligt. Schüler und Eltern konnten sich in unserem Unternehmen über Ausbildungsberufe und duale Studiengänge sowie über die beruflichen Perspektiven informieren. Mit über 750 Besuchern war die „Nacht der Ausbildung“ wieder ein großer Erfolg.

In Schweinfurt, unserem Produktionsstandort für Dialysegeräte, haben wir im Berichtsjahr gemeinsam mit anderen Unternehmen, Verbänden und der Stadt Schweinfurt den Verein „wissenswerkstatt Schweinfurt e. V.“ gegründet. Ende 2013 soll dann die Wissenswerkstatt eröffnet werden, die junge Menschen für Technik begeistern und diese erlebbar machen soll.

Unsere Maßnahmen im Ausbildungsmanagement erzielen sehr gute Ergebnisse und zeigen, nicht zuletzt durch die steigende Zahl von Bewerbungen mit hoher Qualität, dass wir für Schulabgänger, Praktikanten und Studierende ein attraktiver Arbeitgeber sind.

Arbeitgeberattraktivität weiter ausbauen

Neben der Bindung bereits vorhandener Talente bei Fresenius Medical Care, stellen wir uns mehr denn je der Herausforderung, uns auch auf dem Arbeitsmarkt als interessanter und attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, um qualifizierte neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Fresenius Medical Care ermöglicht Studierenden, in verschiedenen Bereichen des Unternehmens Praxiserfahrung zu sammeln: Wir betreuen Praktika, studentische Forschungs-, Projekt- und Abschlussarbeiten und kooperieren eng mit Hochschulen, damit uns junge Menschen frühzeitig als attraktiven Arbeitgeber kennenlernen können. Ein Beispiel ist die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS): Wegen ihrer qualitativ hochwertigen Ausbildung in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Kunststofftechnik, Maschinenbau und Ingenieurinformatik, insbesondere aber in der Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Medizin und Automatisierungstechnik, sind ihre Studenten und Absolventen vor allem für unseren Entwicklungs- und Produktionsstandort für Dialysemaschinen, Schweinfurt, interessant. Deshalb haben wir einen Kooperationsvertrag mit der FHWS geschlossen, der unter anderem Regelungen zu Stipendien, Exkursionen von Studenten zum Werk sowie Vorträgen und Semesterprojekten mit verschiedenen Bereichen unseres Unternehmens umfasst.

Mit interessanten Nachwuchsforschern kommen wir auch über die klassische Personalrekrutierung hinaus immer wieder ins Gespräch, indem wir in der Forschung und Entwicklung mit internationalen Hochschulen kooperieren oder junge Wissenschaftler fördern, zum Beispiel im Rahmen von Promotionen.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr unsere Karriere-Webseite attraktiver gestaltet: Seit Mai 2012 können sich Bewerberinnen und Bewerber auf unserem Karriereportal noch besser über aktuelle Stellenangebote informieren und sich authentische Karrierewege von Fresenius Medical Care Mitarbeitern exemplarisch anschauen. Zudem informieren wir auf der neuen Karriere-Webseite über Wissenswertes zu unserem Unternehmen. Für Deutschland waren 2012 bereits 367 Jobangebote im Karriereportal ausgeschrieben und wir erhielten rund 4.159 Online-Bewerbungen. In den USA kamen wir auf rund 12.000 Jobangebote und circa 500.000 Bewerbungen.

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